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Story of my Life.

Es war der 23. August 1991. Meine Mutter lag im Krankenhaus, mein Vater stand dabei.. Ein kleines Mädchen, 46 cm klein und 2950 g schwer wurde geboren.

Das war ich.

Meine Oma hatte ebenfalls an diesem Tag Geburtstag, somit war die Freude gross.

Ich war klein und genoss meine Zeit mit Mami, Papi, Oma und Opa.
Meine Mutti wurde zum 2. mal schwanger und am 28. Februar 1994 wurde mein kleiner Bruder Reto geboren.
Ich war überglücklich, eine neue kleine Puppe zu haben, sie zu füttern, mit ihr zu spielen.

Doch dieses Glück dauert nicht so lange. Sehr schnell verlor ich den Spass daran. Dieses kleine, fette etwas zog mir dauernd an den Haaren, kreischte fuchtbar wild und zog jegliche Aufmerksamkeit auf sich.

Ich wurde Luft.

Meine Mami war mit meinem kleinen Bruder beschäftigt, so schob sie mich auf meinen Vater. Nur dieser musste jeden Tag arbeiten und hatte keine Zeit für mich.
Opa ging auch noch arbeiten, meine Oma musste meiner Mutter helfen, weil sie überfordert war..

So war ich schon damals alleine.

Dazu kam noch, dass meine Mutter unter Depressionen litt und in eine Klinik musste. Dort verliebte sie sich in einen anderen Mann.
Meine Eltern stritten sich nur noch.

Mutti war immer weniger zu Hause, war nur bei ihrem neuen Freund. Vernachlässigte uns immer mehr.

Papa musste Arbeiten, Opa auch. Oma sagte immer: Du bist doch ein grosses Mädchen. Oma muss sich um andere Dinge kümmern. Das verstehst du doch?

Klar Verstand ich. Die wollten mich alle nicht. Andere Dinge? Ja, mein Bruder.
Ich wusste schon. Ich war ja gross.

Ich war dann mal 5 Jahre alt. Mami und Papi stritten immernoch, seit 2 Jahren. Dann endlich hörte alles auf. Sie zog aus. Sie trennten sich.

Papa, mein Bruder und ich zogen in die Nähe von Oma und Opa. Ich ging in die Spielgruppe und hatte wenigstens dort jemanden, der sich um mich kümmerte.

Meine Zeit kam inder ich in die Schule musste. Meine beste Freundin Jasmin und ich teilten uns alles, wir waren wie Schwestern. Ich hab mir oft eine Schwester gewünscht, die würde mich verstehen, mit mir spielen.
Wir waren bis in der 7. Klasse immer zusammen.
Sie war oft bei mir zu Hause. Mein Vater freute sich, dass ich nicht mehr alleine war.
Aber immer als sie das Haus verliess, schloss ich mich in mein Zimmer und sass vor dem Pc. Ich war süchtig danach.
Im Internet suchte ich gleichgesinnte, Leute, die genauso waren wie ich.
Natürlich kannte ich die Gefahren des Internets. Alte Leute, Pädophile, Vergewaltiger, Leute die Nacktbilder von mir wollten.
Ich hab sie alle gelöscht. Ich hab alle durchschaut. Aber ich fühlte mich gut, denn die wollten ja was von mir. Für die war ich nicht Luft.

So sass ich nach der Schule mehrere Stunden lang am Pc, chattete.
In den Ferien waren es zwischen 8 und 12 Stunden. Ich schloss mich ein. Aber war glücklich.
Ich kam nur aus meinem Zimmer, wenn ich Hunger hatte oder aufs Klo musste.

Natürlich bekam ich auch Pc Verbot. Einmal einen Monat lang. Ich wollte nichts mehr tun. Hatte Hunger aber ass nichts. Ich wollte nicht so enden wie meine beste Freundin. Sie war dick. Hat immer gegessen, ich fand das hässlich.

Aber ich hatte mich nicht unter Kontrolle. Ich wollte dünn werden, aber ass und ass. Wurde dick, genau wie sie. Ich hasste mich, so wie alle andern.
Hab angefangen die Schule zu schwänzen. Viel in der 7. Klasse durch, wiederholte die Klasse. Meine beste Freundin kam in ein Heim.

Dann zogen wir um. Es war im Mai 2007. Ich war 15 Jahre alt, mein Bruder 12.
Ich kam auf eine neue Schule. Dort umgab ich mich nur mit Leuten, die mehr Gewicht auf den Rippen hatten als ich. Ich fühlte mich dünner. Hab angefangen, Diäten zu probieren. Doch immer kamen diese Fressattacken.
Das zog mich runter. Ich flog von der Sekundar in die Realstufe runter. Dort musste ich wenigstens nichts tun, um gute Noten zu machen. Das trug mich wieder rauf. Ich hatte nur noch gute Noten.
Das wollte ich auch mit meinem Gewicht. Wollte Erfolgsergebnisse. Ich ass immer weniger.
Eine Mitschülerin von mir, die mit mir in die selbe Realklasse runterfiel, war gross und schlank. Viele sagten ihr,sie soll zunehmen, sie wäre zu dünn, ja fast magersüchtig. Das fand ich auch, aber innerlich wollte ich genau so werden wie sie.
Aber ich wusste, sie ist nicht magersüchtig. Denn sie hat gegessen, wurde nicht dünner. Hat sogar zugenommen.
Dagegen hab ich 10 Kilos verloren. Von 58 Kilos auf 48. Und dass, obwohl ich sogut wie keinen Sport gemacht hab. Hab nur noch weniger gegessen.

Dann wurden meine und meine Parallelklasse aufgeteilt, wir waren zu viele Schüler.
Ich kam in diese neue Klasse, das Mädchen auch.
Doch in dieser Klasse fühlte ich mich nicht wohl. Wurde gemobbt, ausgeschlossen.

Ich hab das Freifach Hauswirtschaft, also Kochen gewählt. Wir sind immer zu fünft. Zwei Jungs, 3 Mädels. Mit ihnen komm ich eigentlich ganz recht gut aus. Aber dann hatte ich beim Mittagessen einen riesiegen Fressanfall. Ich stopfte soviel in mich hinein, dass ich mich dann übergeben musste.
Als ich zurückging, um meine Sachen zu holen, sagte mir einer dieser Jungs, +Kein Wunder dass du so fett bist, wenn du so viel isst.+

Das hat mich verletzt.. Wirklich sehr.. Ich hab wieder nichts gegessen, doch ich hatte meinen Körper nicht unter Kontrolle. Diese Fressattacken..!

Ich ass zum Abendessen nicht etwa ein Joghurt oder ein Brot. Ich ass 4 Stück Brot, mit je 2 cm Butter und 1 cm Nutella obendrauf. Und 2 Joghurt. Und trank Eistee.
Ich flog von meinen 47 kg wieder auf 48. So ging das jeden Tag.

Bis ich auf diese Pro Ana Seiten gelang. Wollte auch eine Pro Ana werden. Will es jetzt noch.

Hab mir aus der Schule ein paar Hefte geklaut. Hab sie zu Hause schön verziert. Hab die 10 Ana Gebote darin aufgeschrieben. In meineer schönsten Schrift. Hab gestern, 31. Oktober damit angefangen. Das Heft ist bis jetzt das schönste, dass ich jemals hatte.

Hab dann aus alten Bravo Heften Bilder von MAgersüchtigen ausgeschnitten und eingeklebt. Auf der nächsten Seite hab ich Bilder von dicken Leuten reingeklebt. Das ist soo hässlich!
Hab ebenfalls mein Gewicht, mein wunschgewicht, Grösse, BMI und so reingeschrieben.

Ich trag das Heft die ganze Zeit mit mir.

Heute, 1. November o7 gehe ich nicht in die Schule. Ich hab starke Kopfschmerzen und mir ist so schlecht. Hatte gestern Abend wieder so ein Nutellabrot. Das war so gegen 19:3o aber seit dem hab ich nichts mehr gegessen und jetzt ist 11:3o. Ich bin echt stolz auf mich!

Auf einer Homepage die ich auch zufällig gefunden habe, kann man Ana Armbänder und Kettchen bestellen. Hab angefragt ob ich eines haben kann. Ich hoffe es klappt, denn ich finde die echt schön.

Ich hab das Geld für das Armband am Freitag abgeschickt. Also sollte ich es innerhalb der nächsten Woche bekommen. Ich freu mich ja so sehr darauf!

Um 20 Uhr werd ich wie jeden Abend weiter in meinem Tagebuch schreiben. Ich habe nun 2 Ana Hefte. Eines wo ich über meine Gefühle schreibe und eines wie ein Tagebuch in Form eines Briefes an Ana. Sie ist ja schliesslich meine Freundin, also sollte sie auch wissen was ich den ganzen Tag so gemacht habe.

Und das wegen dem Piercing.. Ich werde nicht aufgeben! Ich werde noch bevor ich 17 Jahre alt werde eines bekommen! Und wenn ich es mir selber stechen muss.
Und wenn nicht.. Naja wenn ich mir mein Gesicht schon nicht verschönern darf, will ich wenigstens einen perfekten Körper haben. Und ich bin auf dem guten Weg, den zu bekommen <3.